ehe. Charaktere †


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BeitragThema: ehe. Charaktere †   So Jan 13 2019, 01:14

Skelettmond

männlich
Kriegeralter

Herzprobleme ;
physische Defizite
"Verrat" seines besten Freundes
[Wettstreit um Katze]

Depressionen


Der hagere Kater kam vor etlichen Monden als Junges von Munkelbart und Honigmaul zur Welt. Doch er sollte nicht das Vergnügen haben, einen der beiden (wirklich) kennenzulernen.
Bereits vor seiner Geburt verstarb sein Vater an grünem Husten, war er doch schon ein etwas älterer Kater und auch seine Mutter sollte durch den hohen Blutverlust einen solch geschwächten Körper gehabt haben, dass er der Krankheit nicht länger widerstehen konnte. Er selbst wurde daraufhin von der werdenden Königin Geiersturz aufgenommen und wie ihr eigen Fleisch und Blut erzogen.
Im Wurf der Königin sollte es einen Kater geben, mit welchem sich Skelettmond sofort verstand. Aus diesem gegenseitigen Verständnis, sollte letztlich eine enge Bindung entstehen, fast schon wie richtige Brüder sie zueinander haben.

Sie konnten sich stets auf den jeweils anderen verlassen, hatten keine Geheimnisse voreinander und lebten in einer Welt, in der es nur sie beide gab. Hier machte es keinen Unterschied, dass Skelettmond aufgrund eines Herzproblems schneller die Puste wegblieb, sein Pelz bald schon mehr zeigte, als dass er wirklich verbarg oder er empfänglicher für Krankheiten allerart war. Nein, hier war er einfach nur ein Junges/Schüler, ein Freund und ein Bruder - schlichtweg einfach nur er selbst.

Wie sie jedoch in ein Alter kamen, in dem man so langsam anfing sich für das andere Geschlecht zu interessieren, zeigten sich klare Differenzen zwischen den beiden "Brüdern". Wohingegen Dunkelrabe sich gerne vom einen Abenteuer ins nächste stürzte, hielt sich Skelettmond mehr zurück und wartete die Avancen der Katzen ab - die nun wahrlich nicht vom Himmel regneten.
Bei den klaren Worten seines Freundes, wäre Skelettmond vermutlich die Schamröte ins Gesicht gestiegen (wäre er denn ein Mensch), wenn er nicht zwangsläufig einen ebenso blasierten Charmeur gegeben hätte. Doch es fiel ihm von Mal zu Mal immer schwieriger mit den Gefühlen der Katzen zu spielen, geisterte ihm eine ganz besonders in den Gehirnwindungen herum.

Aus Angst, Dunkelrabe könne ihn dafür verspotten und als törichten Träumer abstempeln, da gerade er glaubte bei einer solchen Katze landen zu können, behielt er seine Schwärmereien bestmöglich für sich. So begannen sich die beiden immer mehr voneinander zu distanzieren. Ein Graben aus Geheimnissen tat sich zwischen ihnen auf und es fiel ihnen stetig schwieriger sich einander anzuvertrauen.

Dunkelrabe war es letztendlich, der das Schweigen zwischen ihnen nicht länger ertrug und Skelettmond zu einem Spaziergang einlud. Es fiel beiden merklich schwer einen Anfang zu fassen und so schwiegen sie sich fast den gesamten Hin- und Rückweg an, ehe es aus Dunkelrabe brach. Er fragten seinen Freund, was denn los bei ihm sei, weshalb er nicht mehr mit ihm reden, gar, nichts mehr mit ihm zu tun haben wolle.
Nach einigem Herumdrucksen rückte Skelettmond schließlich, unter dem vernichtend abwartenden Blick seines "Bruders", mit der Wahrheit heraus und erzählte ihm in Detail von seinen Gefühlen für Lavavogel, eine etwas ältere Kriegerin ihres Clans. Dunkelrabe lachte ihn nicht wider Erwarten aus, sondern schlug ihm kameradschaftlich auf die Schulter. Weckte in ihm die Hoffnung, dass Lavavogel seine Gefühle erwidern könnte - wobei er bereits zu diesem Zeitpunkt selbst heimlich mit eben jener Katze anbandelte.  

Skelettmond erfuhr davon jedoch zunächst nichts und unterhielt sich immer häufiger und offener mit Dunkelrabe über seine Angebetete. Zusammen überlegten sie sich Avancen, die er der fuchsroten Katze machen könnte, um mit ihr in ein tiefergehendes Gespräch zu gelangen. Was Skelettmond zu diesem Zeitpunkt nicht einmal im Entferntesten ahnte, war, dass sein bester Freund schamlos ihre Überlegungen in eigenem Begehr umsetzte und so das Herz von Lavavogel im Sturm eroberte, wohingegen er noch zögerte überhaupt eine Annäherung zu wagen.

Erfahren oder nicht erfahren, sollte Skelettmond von dem heimlichen Arrangement, wie er aufgrund seiner Herzprobleme gerade wieder einmal im Bau des Heilers tagte. Welch unglückliche Fügung des Schicksals sich in diesem Augenblick ergab, konnten die beiden frisch Beglückten in dem Moment ihres Betretens noch nicht wissen. Erst als auf das geschäftige Treiben im Kräuterlager Totenstille folgte, nachdem unter unwilligem Knurren seitens des männlichen Leidensgenossen verkündet worden war, dass man womöglich Junge erwartete, kam eine Ahnung bei den beiden auf, dass sie es gerade nicht mit dem Heiler zu tun hatten. Gewissheit erlangten sie jedoch erst, als nach einigen Augenblicken der Stille die hagere Gestalt Skelettmonds hinter dem Efeuvorhang hervortrat. Unbewegt lag sein Blick auf den beiden Katzen, wobei sich sein angeblich bester Freund vergeblich versuchte hinter der älteren Katze zu verbergen. Der Verrat an seinem "Bruder" kroch ihm als Angstgeruch aus sämtlichen Poren seines Körpers und hing in der Stille zwischen ihnen.

Umso eisiger erschallte Skelettmonds Stimme in dem geräumigen Bau, wie er verlauten ließ, dass der Heiler zurzeit nicht zugegen sei. Dunkelrabe, der ohnehin nicht seinem Blick standhalten konnte, zuckte bei diesen Worten merklich zusammen. Machte im Gegensatz zu Lavavogel allerdings keine Anstalten den Bau zu verlassen, sondern trat zögernd auf seinen Freund zu. Nach Worten suchend, den Blick durch den Bau wandernd, hoffte er die Wogen irgendwie mittels seines Gestammels zu glätten, doch sein Eifer perlte nur so an Skelettmond ab. Der Zorn, die Enttäuschung und vor allem der Verrat wogen so viel mehr und lagen dem hageren Kater quer im Magen. Das sich Dunkelrabe bei seinen halbherzigen Entschuldigungen noch nicht einmal traute ihm in die Augen zu sehen, machten das ganze nicht unbedingt besser.

Erbost fuhr er dem Kater ins Wort und verlangte von ihm umgehend den Bau zu seinem eigenen Wohl zu verlassen, doch dieser dachte nicht einmal daran Skelettmonds ernstgemeinten Rat zu befolgen. Immer mehr und mehr Worte strudelten nur so aus ihm heraus, bis er es zur Spitze trieb - meinte, dass Skelettmond ja immer noch Lavavogel haben könnte, wenn die Jungen da wären und wenn sie nicht, es bestimmt noch andere Katzen geben würde, die ihm Zusagen könnten.
Als Skelettmond hörte, mit welcher Beiläufigkeit oder vielmehr Gönnerhaftigkeit er über Lavavogel und seine Weitergabe an ihn sprach, riss der letzte Pfaden an Geduld, der ihm geblieben war. Wutentbrannt stieß er ihn von sich und aus dem Bau, kein Wort verließ mehr seine Kehle. Doch an dieser Stelle bedurfte es auch keinerlei Worte mehr, war sein mörderisches Antlitz Ausdruck genug.

Kaum hatte der Kater seine Pfoten wieder vom Boden geklaubt, machte er sich daran Skelettmonds Rat endlich folge zu leisten und suchte das Weite. Dies war der Moment, in welchem der hagere Kater endlich dem Impuls nachgab und auf den Boden sank, schwer atmend und mit rasendem Herzen. Betrogen von jener Katze, der er am meisten vertraut hatte und indirekt abgewiesen von der Katze, der er sein Herz schenken wollte. Keine glückliche Bilanz also für die Zukunft und das sich sein ehemals bester Freund dann auch noch dazu aufraffte eine ernsthafte Beziehung mit Lavavogel einzugehen, ließ sein Herz nur noch mehr bluten.

Hatte Skelettmond noch die Hoffnung gehegt, auch wenn es ein unwürdiger Gedanke gegenüber den ungeborenen Jungen gewesen war, dass die Jungen ebenso wie er physische Defizite aufweisen würden, waren sie schlichtweg vollkommen. Schmerzhaft musste er sich eingestehen, dass sie die niedlichsten Geschöpfe diesseits des Waldes waren, weder hässlich, verkommen, noch nutzlos wie er selbst. Ihre kleinen Körper strotzten nur so vor Energie, wohingegen sein dürrer von Verzicht sprach. Wie es das Schicksal letztlich so wollte, sollte Skelettmond auch noch eines dieser Geschöpfe zum Schüler bekommen.




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